Wasserballer der Spielgemeinschaft müssen Niederlagen einstecken

In den Runden 3 und 4 der Wasserball Herren-Oberliga Sachsen-Anhalt musste die Spielgemeinschaft HSG Warnemünde/HSG UNI Rostock zwei derbe Niederlagen einstecken.
Auch wenn ihnen der Spielort Dessau noch nie Glück brachte, denn ihre Stärken gute schwimmerische Ausdauer und schnelle Konter sind in der 25 x 10m Typ Volksschwimmhalle weniger gefragt, war die Höhe der Niederlagen etwas blamabel.

Gefragt war technisch gutes Spiel, Ausnutzung der Überzahlspiele und Zweikampfstärke. Und das war beim 1.Gegner der SG ABUS Dessau, dem Absteiger aus der 2. Bundesliga Ost , ausgeprägt. "Ihr" Becken bestens kennend, nutzten die erfahrenen und körperlich überlegenen Dessauer jede sich bietende Chance cleverer aus. Dabei hielten die Rostocker anfangs weitgehend mit, 2:4 und 4:6 die ersten Viertel. Aber die Chancenverwertung war bereits da zu schlecht. In Viertel 3 ging dann plötzlich überhaupt nichts, keiner übernahm Verantwortung, 1:7! und das Spiel war damit entschieden.
Erfreulich, dass man wenigstens Willen zeigte und das Schlussviertel nur 3:4 verlor und Tom Plaeschke insgesamt 5 Tore schoss. Auch wenn die Hallenser Schiris durchgehend einseitig wirkten, 8 Zeitstrafen Rostock und 1 gegen die Dessauer, war die 10:21 (2:4, 4:6, 1:7, 3:4) Niederlage einfach zu hoch.

Ähnlichkeiten dann im Spiel gegen den 2.Bundesliga-Ersatz vom SV Halle II. Guter Beginn (3:5), schlechte Chancenverwertung und schnelle Gegentreffer (2:4), aber bis zum Schlussabschnitt hielt man das Spiel noch weitgehend offen beim Stande von 8:12.
Nur war der Kraftaufwand um ständige Fehler wieder auszubügeln, einfach zu hoch und man war letztendlich stehend K.O., 1:7 im letzten Viertel. Der diesmal eingesprungene und gut haltende Zweitliga-Torwart der HSG Warnemünde Jens Richert konnte einem da leid tun. Endstand 9:19 (3:5, 2:4, 3:3, 1:7).

Fazit: die im Durchschnitt zu Halle und Dessau um 10 Jahre jüngeren Rostocker Spieler (18,3 Jahre) verloren von 8 Vierteln , 6 mit nur 2 Toren Unterschied und das bei der langen Spielzeit von 4 x 8min effektiv, aber 2 Viertel war man eben auch völlig "abwesend", was dann zu optisch "brutalen" Niederlagen führte. Bleibt zu hoffen, dass die nächsten Spiele in Magdeburg auf großem Feld erfolgreicher gestaltet werden.

TEXT: RePla & Jörg Behlendorf

HSG-Kader:
Jens Richert (Torhüter) - Tony Wilken (1), Artjom Zalesskiy(1) (alle HSG Warnemünde), Paul Helm (2 Tore), Ronny Franke (1), Ronny Pilz (2), Rick Plaeschke, Tom Plaeschke (8), Rene Plaeschke (4) (alle HSG Uni Rostock)

Ergebnisse 2. Turnier:
HSG Uni - Abus Dessau 10:21
HSG Uni - SV Halle II 9:19
SV Halle II - Dynamo Magdeburg 17:12
Abus Dessau - Dynamo Magdeburg 19:6

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